Bis hierher hat uns Gott geholfen
Diese Worte aus 1. Samuel 7,12 sprach der Prophet Samuel, als er nach einem überraschenden Sieg über die Philister voller Dankbarkeit auf Gottes Eingreifen zurückblickte. Er stellte einen Stein auf und nannte ihn Eben Ezer – „Stein der Hilfe“. Dieses biblische Bild war auch das Thema unseres diesjährigen Missionsfestes im vollbesetzten Gemeindehaus in Königsbach-Stein.
Pastor Modeste aus Burkina Faso und Pastor Kenedi aus Togo predigten mit großer Freude und Leidenschaft über diesen „Stein der Hilfe“. Doch schon im Vorfeld war deutlich zu spüren, dass dieser Tag umkämpft war. Eine Woche vor seiner Abreise rief mich Pastor Modeste an – er konnte plötzlich nicht mehr laufen, sein Fuß war stark geschwollen, und kein Schuh passte mehr. Gleichzeitig warteten wir auf die Visa-Entscheidung für Pastor Francis aus Ghana, die sich wegen Überlastung der Deutschen Botschaft so lange hinzog, dass er schließlich keine Einreiseerlaubnis bekam.
Doch Gott hatte längst vorgesorgt. In seiner Weisheit hatte auch Pastor Kenedi ein Visum beantragt – und er erhielt es rechtzeitig, da er bereits einmal in Deutschland gewesen war. Wir sahen es auch als Gottes Führung, da er sich jetzt einer Augen-OP unterziehen konnte. Und bei Pastor Modeste geschah das, was uns alle berührte: Durch Gebet und ärztliche Behandlung heilte sein Fuß, und er konnte die Reise antreten.
So standen schließlich beide afrikanischen Pastoren auf unserer Bühne – lebendige Zeugen dafür, dass Gott hilft, eingreift und Türen öffnet, wo wir es nicht erwarten. Ihre Botschaft erinnerte uns daran, wie viel Gnade wir in den letzten Jahren in unserer Missionsarbeit erleben durften.
Dankbar dürfen wir erkennen: Es ist nicht selbstverständlich, was Gott tut. Und gerade deshalb wollen wir mit ihm mit Vertrauen in das neue Jahr gehen.
„Bis hierher hat uns der Herr geholfen – und er wird es weiter tun.“